NABU Wiesmoor-Großefehn baut ein spezielles Eigenheim für Fledermäuse aus

Ausgediente Trafostation wird zum Fledermausquartier ungebaut (Foto. D. Wensel)
Ausgediente Trafostation wird zum Fledermausquartier ungebaut (Foto. D. Wensel)
Gerold befestigt erste Lochsteine für die Gäste (Foto: H. Hanssen)
Gerold befestigt erste Lochsteine für die Gäste (Foto: H. Hanssen)

 

 

Es gibt sie seit ca 55 Millionen Jahren und noch nie waren sie so bedroht wie heute. Gemeint sind die insgesamt
24 Arten der  für den Menschen so nützlichen Fledermäuse in Deutschland.

 

Immerhin frisst eine Fledermaus in einer Nacht eine Insektenmenge bis zur Hälfte ihres eigenen Körpergewichtes. Bei z.B. einer Wasserfledermaus (in Wiesmoor derzeit noch heimisch) sind das bis zu 4000 Mücken pro Nacht.

 

Massiver Einsatz von Spritzmittel vergiftet ihre Nahrung, die Intensivierung der Landwirtschaft raubt ihre Lebensräume, öde Gärten mit Steinbeeten ohne einheimische Blumen und Stauden lassen lebensnotwendige Insekten und Schmetterlinge fehlen und unbedachte Bausanierungen versiegeln ihre Wohnstuben.

 

Aktive Mitglieder unserer NABU-Gruppe hat jetzt ein von einem großzügigen Spender überlassenes Transformator-haus (Der Spender übernahm zusätzlich die Kosten für den Transport und das Aufstellen.) zu einem sicheren Quartier für die bedrohten Fledermäuse umgebaut. Die Stadt Wiesmoor stellte zudem ein entsprechendes Grundstück zur Verfügung. Außer Einflugschlitze wurde ein selbst entwickeltes System eingebaut, die eine Versorgung des Gebäudes mit Regenwasser gewährleistet. Fledermäuse bevorzugen gerade im Winter dunkle und feuchte Quartiere. Eine von den NABU- Akteuren ebenfalls entwickelte und installierte Dränage verhindert einen Wasserstau im Gebäude.

 

Auch wenn sich das fertige Objekt von außen nicht wesentlich von einem herkömmlichen Trafohaus unterscheidet, sind sich die Naturschützer sicher:

 

Die Fledermäuse werden das neue Eigenheim sicherlich schnell finden!

 

 

Helmut Hanssen, Vorsitzender