Aktuelle Nachrichten

Ein neuer Trend ?

Unser aktives Mitglied Alfred Christochowitz

hatte ein Problem:

Bis bei den Fahrradtouren das Spektiv in Stellung gebracht war, hatten sich häufig die Vögel schon aus dem Staub gemacht.

Seine Idee:

Ich  befestige mein Spektiv einfach auf dem Fahrrad fest.

Wir wünschen viele schöne Fahrradtouren mit tollen Beobachtungen.

19.03.2019

Kurioses auf dem Golfplatz Wiesmoor

Foto: Helmut Hanssen
Foto: Helmut Hanssen

Nicht schlecht staunten die Natürschützer bei der jährlichen Reinigungsaktion von Nistkästen auf dem Golfplatz Wiesmoor.

Bekanntlich betreut der NABU Wiesmoor-Großefehn dort ca. 200 Starenkästen.

Grund:  Die Tipula-Larve ( Wiesenschnake oder im Volksmund auch "Amel" genannt) frisst die Wurzeln der Gräser und zerstört somit großflächig  den grünen Rasen.

Lange Zeit wurde das nur mit massivem Einsatz von Gift bekämpft. Gesetzliche Vorgaben und das Bemühen der Golfer um verbesserten Naturschutz ließen den Plan reifen, auf sämtliche Spritzmittel zu verzichten.

Da Stare als natürliche "Fressfeinde" bekannt sind, bauten Schüler der KGS Wiesmoor in einem Schulprojekt für den NABU eine große Anzahl von Nistkästen. Diese vom Golfklub finanzierten Kästen wurden von Mitgliedern des NABU angebracht und werden seitdem auch vom NABU betreut.

Das Experiment gelang offensichtlch, viele Stare brüten in den Kästen und der Befall von Tipula wurde massiv zurückgedrängt.

 

Als bei der Reinigungsaktion ein Mitglied einen der besagten Kasten öffnete, staunte er nicht schlecht. Auf dem Boden des Nistkastens lagen 10 Golfbälle. Darauf hatten Hornissen ein Nest gebaut. Dass Hornissen und Wespen diese Kästen nutzen, ist bekannt und wird gerne toleriert.

Aber woher kamen die 10 Golfbälle, zumal diese  ja auch einen gewissen Wert dastellen?

Sollte sich da heimlich ein "Golfspecht" auf dem Wiesmoorer Golfplatz angesiedelt haben?

Der dort heimische Grünspecht war zwar regelmäßig mit seinen Rufen zu hören, kommt aber nicht in Frage.

Wir bleiben am ( Golf )- Ball.

17.03.2019

 

 

 

Wissenswertes rund um Nistkästen

 

Jetzt Nistkästen aufhängen!

 

Wer es noch nicht getan hat, sollte jetzt Nistkästen aufhängen. In wenigen Wochen beginnt die Brutsaison der Singvögel. Hier finden Sie nützliche Informationen und Tipps zur Pflege.

 

Holzbetonnistkasten in Obstbaum - Foto: Helge May

Holzbetonnistkasten in Obstbaum - Foto: Helge May

 

Nistkastenbau und Anbringung:

Materialien

  • Verwenden Sie 20 Millimeter dicke, ungehobelte Bretter aus Fichte, Tanne oder Buche. Sperrholz oder Spanplatten sind nicht witterungsbeständig und daher ungeeignet.
  • Verwenden Sie Schrauben anstelle von Nägeln. Das erspart zusätzliches Verleimen und erleichtert es auch, den Kasten im Herbst zu kontrollieren und zu reinigen.
  • Bohren Sie vier etwa fünf Millimeter breite Löcher zur Belüftung und Entfeuchtung in den Boden.
  • Verzichten Sie auf Holzschutzmittel, um die Gesundheit der Tiere nicht zu gefährden. Zum Schutz vor Feuchtigkeit und Pilzbefall können Sie die Außenwände mit Leinöl oder umweltfreundlichen Farben streichen.
  • Teerpappe auf dem Dach ist nicht sinnvoll, da der Kasten trotzdem feucht wird und die Pappe ein schnelles Austrocknen behindert.

Wohnraum und Maße

  • Der Boden des Nistkastens muss mindestens zwölf mal zwölf Zentimeter Fläche bieten.
  • Damit Katzen und Marder nicht mit der Tatze an die Brut gelangen, sollte sich die Lochunterkante bei einem Höhlenbrüterkasten mindestens 17 Zentimeter über dem Kastenboden befinden.

Anbringen von Nistkästen

  • Hängen Sie Nistkästen in zwei bis drei Meter Höhe auf (sofern in der Bauanleitung nicht anders beschrieben).
  • Das Einflugloch sollte weder zur Wetterseite (Westen) zeigen, noch sollte der Kasten längere Zeit der prallen Sonne ausgesetzt sein (Süden). Eine Ausrichtung nach Osten oder Südosten ist deshalb ideal.
  • Zur Befestigung an Bäumen eignen sich rostfreie Alu-Nägel oder feste Drahtbügel, die den Baum nicht schädigen.
  • Damit kein Regen eindringen kann, sollte ein Nistkasten niemals nach hinten, eher nach vorne überhängen.
  • Nisthilfen von gleicher Bauart sollten in Abständen von mindestens zehn Metern aufgehängt werden (Ausnahme: Koloniebrüter wie Star und Schwalben). So ist gewährleistet, dass die brütenden Tiere auch genügend Nahrung für sich und ihren Nachwuchs finden.
  • Bringen Sie Nisthilfen am besten im Herbst an, damit Vögel, Kleinsäuger und Insekten sie zum Schlafen und Überwintern nutzen können.
  • Zum Anbringen einer Halbhöhle eignen sich geschützte, für Katzen und Marder möglichst unzugängliche Orte an Hauswänden, auf Balkonen oder an Schuppen und Gartenhäuschen.

 

Nistkastenreinigung:
Im Spätsommer und Frühherbst ist die ideale Zeit für die Nistkastenreinigung: Die Brutzeit ist beendet, das Wetter noch sonnig und ohne Frost. Bereits in wenigen Wochen sollte man die Nistkästen nicht mehr reinigen, denn dann kann es sein, dass bereits Wintergäste den Nistkasten bezogen haben.

Wenn das Laub von den Bäumen fällt und die Temperaturen spürbar sinken, gehen viele Kleintiere – darunter nützliche und bedrohte Arten – für das Winterhalbjahr auf Quartierssuche. Dazu zählen Ohrwürmer, Florfliegen, Wespen- und Hummelköniginnen und Säugetiere wie verschiedene Mäusearten und Fledermäuse. Aus Mangel an natürlichen Quartieren, greifen Tiere dabei oftmals auf vorhandene Nistkästen zurück. Aber auch einige Vogelarten wie etwa Meisen übernachten in kalten Winternächten gerne in den Nistkästen.

Deshalb heißt es jetzt: Nichts wie ran und den Nistkasten gesäubert! Die Wintergäste freuen sich darüber, denn ein gereinigter Nistkasten verhindert, dass Parasiten übertragen werden. In alten Vogelnestern hausen nämlich gern Flöhe, Milben oder Lausfliegen.

Tipps und Tricks:

  • Tragen Sie Handschuhe und nehmen Sie das Nistmaterial nicht in die Wohnung, da Vogelflöhe und anderes Getier auf den Menschen überspringen kann.
  • Es genügt, das alte Nest zu entfernen und den Kasten bei stärkerer Verschmutzung auszubürsten. Verzichten Sie auf Insektensprays oder chemische Reinigungsmittel.
  • Kontrollen während der Brutzeit sollten Sie unbedingt vermeiden, um die Brut und Aufzucht der Jungvögel nicht zu stören.

Übrigens: Wer es im Spätsommer nicht mehr ganz schafft, kann seine Nistkästen auch erst zum Winterende reinigen – also unmittelbar vor der Brutzeit. Es ist dann allerdings nicht ganz einfach, den richtigen Zeitpunkt abzupassen, da einige Vögel sehr früh mit dem Brutgeschäft anfangen und gleichzeitig die Gefahr besteht, Winterschläfer über Gebühr zu stören.


 

 

Rücksicht auf brütende Vögel nehmen

Heckenpflege: Schonzeit beginnt

Beim Heckenschnitt sollte die Natur nicht unnötig geschädigt werden. Der NABU Niedersachsen appelliert daher an die Gartenbesitzer, Pflegeschnitte möglichst nicht in der Hauptbrutzeit der Vögel von März bis Juni durchzuführen.

Brütende Wacholderdrossel - Foto: Frederik Schawaller

Brütende Wacholderdrossel - Foto: Frederik Schawaller

26. Februar 2019 - Der 1. März ist ein ganz besonderes Datum für den Pflege- und Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern. Denn laut Bundesnaturschutzgesetz beginnt nun die Nist- und Brutzeit für Vögel. In der Zeit vom 1. März bis 30. September sind Fällungen und Schnittmaßnahmen im öffentlichen Raum daher nicht erlaubt, um die Gefiederten nicht beim Nestbau oder bei ihrem Brutgeschäft zu stören.

Von dieser Schonzeit sind alle Bäume, Sträucher, Hecken und weitere Gehölze unabhängig vom Standort betroffen. Doch Ausnahmen bilden insbesondere schonende Form- und Pflegeschnitte, bei denen lediglich der jährliche Zuwachs entfernt wird. Beim Heckenschnitt sollte die Natur dennoch nicht unnötig geschädigt werden. Der NABU Niedersachsen appelliert daher an die Gartenbesitzer, Pflegeschnitte möglichst nicht in der Hauptbrutzeit der Vögel von März bis Juni durchzuführen.

„In diesem Zeitraum bieten Gebüsche einen optimalen Unterschlupf für Vögel, Säugetiere und Amphibien. Die Tiere ziehen dort ihren Nachwuchs groß, finden darin eine gute Versteckmöglichkeit und ziehen sich im frischen Grün auch mal zum Schlafen zurück“, berichtet Matthias Freter, Gartenexperte des NABU Niedersachsen.


Gesetzliche Regelungen

Weißdorn

Wolliger Schneeball - Foto: Helge May

In dem seit 1. März 2010 gültigen Bundesnaturschutzgesetz heißt es in Paragraph 39: „Es ist verboten, Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen.“

„Aktuell liegen an unzähligen Strassen Niedersachsens noch jede Menge abgesägtes Holz und Äste aus den letzten Monaten, die bisher nicht abgeholt worden sind“, beobachtet Matthias Freter. „Wenn es aktuell, so wie jetzt, etwas wärmer ist, werden die ersten Vögel mit dem Nestbau in den Reisighaufen beginnen und Igel sowie andere Säugetiere ihren Unterschlupf dort suchen.“

Der NABU Niedersachsen fordert daher, die Reisighaufen jetzt nicht mehr zu entfernen, sondern als Biotopstrukturen im Bestand zu belassen, so wie es auch in den genannten Hinweisen für die Gehölzpflege vorgesehen ist.

Da der Gesetzgeber mit 'gärtnerisch genutzten Grundflächen' auch private Haus- und Kleingärten meint, unabhängig davon ob es sich um Zier- oder Nutzgärten oder um Kleingartenanlagen handelt, gilt: Das Verbot findet für Bäume in privaten Haus- und Kleingärten in Niedersachsen keine Anwendung. Artenschutzrechtliche Regelungen sind jedoch zu beachten. Für Straßenbäume, die auf öffentlichen Grundflächen stehen, sowie für Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze dagegen gelten die Verbote des 39 BNatSchG uneingeschränkt.

In seiner 30-seitigen Bauplansammlung für Nisthilfen und der Broschüre „Gartenlust“ gibt der NABU Niedersachsen gute Tipps, wie man den Vögeln einen geeigneten Nistplatz im Garten bieten kann. Dieses Infopaket kann angefordert werden gegen Einsendung eines 5-Euro-Scheins beim NABU Niedersachsen, Stichwort „Gute Vorsätze“, Alleestraße 36, 30167 Hannover.



 

 

Pflegearbeiten im LSG Ottermeer zunächst abgeschlossen

 

Am gestrigen Samstag ( 16.02.2019 ) trafen sich  ein letztes Mal in dieser Wintersaison  Mitglieder der NABU-Gruppe zu einem Arbeitseinsatz.

Während auf der ehemaligen Kernfläche des  LSG Ottermeeres ( Addermeer ) 2 Mitglieder  mit Motorsensen aufkommende Birken und sonstige Büsche entfernten, entkusselten andere Mitglieder im Randbereich mit Bügelsäge und Astschere den mehrjährigen Aufwuchs unerwünschter Sträucher.

Bei strahlendem  Sonnenschein präsentierte sich die Moorlandschaft in herrlichen Farben und sorgte damit für eine ganz besondere Stimmung.

Nach einigen Stunden sportlicher Betätigung wurden die Aktivitäten mit dem üblichen Umtrunk ( alkoholfreier heißer Apfelpunsch / Kekse ) für diese Saison abgeschlossen.

Der nächste Arbeitseinsatz im LSG Ottermeer findet am 26.10.2019 statt.

 

Damit ist für die Naturschützer das Arbeitsprogramm 2019 aber keinesfalls beendet.

So stehen u.a.  noch Reinigungsarbeiten für Eulenkästen, Austausch von defekten Nistkästen /Schwalbennestern, Aufhängen von Steinkauzröhren/Wiedehopfröhren an.

Außerdem soll der Umbau einer Trafostation zu einer Wohnstätte für Fledermäuse noch in diesem Frühjahr abgeschlossen werden.

Infoabende und Exkursionen in die Natur runden dann die Aktivitäten ab.

Bitte werfen Sie dazu einen Blick in die Rubrik " Veranstaltungen 2019 ".

 

 


Der erste Arbeitseinsatz am 19.01.2019 fand bei schönstem Winterwetter statt.

 

Eine große Gruppe Helfer/innen hatte sich am Morgen bei noch frostigen Temperaturen zum ersten Arbeitseinsatz 2019  eingefunden. Während ein Teil der Gruppe die restlichen Büsche auf dem Wall an der Ottermeerstraße entfernten fingen 2 Mitglieder damit an, die aufgekommenen kleinen Sträucher/Birken im Kerngebiet des LSG Ottermeer zu mähen. Diese Arbeiten sind großflächig nur mit  Motorsensen zu bewältigen und regelmäßig erforderlich. Während die Aufräumarbeiten im Bereich des Walles damit erledigt sind, werden die Mäharbeiten in diesem Winter noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen.

Der nächste Arbeitseinsatz ist für den 9. Februar angesetzt und beginnt um 9:00 Uhr am Ende der Norderwieke.

Interessierte Mithelfer/innen ( Kinder/Erwachsene ) sind immer willkommen und benötigen keinerlei Vorkenntnisse.

Beim nächsten Mal sollen auf einer Hochmoorfläche kleine Bäumchen und Sträucher mit Astscheren  abgeschnitten und an dafür vorgesehene Stellen abgelegt werden.

Auf viele negative Einflüsse in der weltweiten Natur haben wir keinen Einfluss.

Unsere heimische Natur zuberhalten und damit Lebensgrundlagen für seltene Tiere und Pflanzen zu sichern, ist aber möglich.

Dieser Aufgabe haben wir uns gestellt.

Helfen Sie uns dabei mit!

 

Arbeiten mit der Motorsense.

 

Aktuelle Hinweise:

Arbeitseinsätze im Landschaftsschutzgebiet "Am Ottermeer":

In der Zeit vom 01.03. bis 30.09. sind "Pflegearbeiten" in der freien Natur laut Naturschutzgesetz nicht erlaubt.

Deshalb finden unsere "Entkusselungen" nur im Winter bzw. im Herbst statt, bzw. erst wieder nach der "Weihnachtspause" im neuen Jahr 2019:

- Sa. 12.01.2019, wird wegen der aktuellen Wetterlage auf Sa. 19.01.2019 verschoben

- Sa. 09.02.2019

- Sa. 16.02.2019

sowie dann wieder am

 - Sa. 26.10.2019 und am

 - Sa. 16.11.2019             

         

Treffpunkt: LSG  beim Aussichtsturm oder am Ende des Norderwieke

 

unter dem Motto: „Fit durch Naturschutz“

(jeweils 09.00 – 12.00 Uhr)     

(Bei schlechtem Wetter verschieben sich die Termine um eine Woche!!!)

 

Bitte Stiefel, Arbeitshandschuhe, Astschere o.ä. und gute Laune mitbringen.

Für Getränke und Kekse sorgen wir.

Wir informieren auch gerne vor Ort über unsere Arbeit.

 

Helfer sind herzlich willkommen!

 

 


Schwarze Heidelibelle: Libelle des Jahres 2019

Siehe  bei: Libellengruppe Ostfriesland


Endlich ist nun auch die Seite "Libellen Arbeitsgruppe Ostfriesland" mit Leben gefüllt.

Dort wird in unregelmäßigen Abständen über Neuigkeiten berichtet und möglichst alle heimischen Libellenarten werden auch mit einem Foto vorgestellt.

Des Weiteren können Sie dort auch die aktuellen Exkursionsziele erfahren.

Teilnahme an Exkursionen sind nach Anmeldung überwiegend möglich, weil einige Gebiete nur mit vorheriger Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörden betreten werden dürfen.


Die Feldlerche ist Vogel des Jahres 2019

 

 

Feldlerche (Alauda arvensis) Foto: Manfred Helmerichs, Wiesmoor

Ein Drittel der Feldlerchenpopulation ist bereits verschwunden

Der NABU und sein bayerischer Partner LBV, Landesbund für Vogelschutz, haben die Feldlerche (Alauda arvensis) zum „Vogel des Jahres 2019“ gewählt. Mit der Auswahl verbinden die Verbände die Forderung nach einer grundlegenden Änderung der europäischen Agrarpolitik. Auf den Star, Vogel des Jahres 2018, folgt ein weiterer Vogel der Agrarlandschaft.

Die Probleme der Feldlerche betreffen auch Arten wie Rebhuhn oder Kiebitz

Die Feldlerche steht als Jahresvogel auch stellvertretend für andere Feldvögel wie Kiebitz und Rebhuhn, denen es zum Teil sogar noch schlechter geht. Die immer intensivere Landwirtschaft ist zum Hauptgrund für das Artensterben in Europa geworden. NABU und LBV fordern deshalb für die derzeit laufenden Verhandlungen über die künftige EU-Agrarpolitik ein radikales Umsteuern. Derzeit fließen jährlich 58 Milliarden Euro Agrarsubventionen überwiegend als pauschale Flächenprämien an Landwirte. Das sind 114 Euro pro EU-Bürger. Diese Gelder müssen künftig statt in Massenproduktion gezielt für eine naturverträgliche Landwirtschaft investiert werden, um Arten wie die Feldlerche zu retten. Bisher haben sich jedoch weder die Bundeskanzlerin noch ihre Agrarministerin Julia Klöckner am Verhandlungstisch in Brüssel klar dazu bekannt. Die Feldlerche – und mit ihr unsere ländlichen Lebensräume mit ihrer ganzen Artenvielfalt – haben jedoch nur eine Chance, wenn die Bundesregierung auf EU-Ebene die Weichen der Agrarpolitik richtig stellt.

Mit zwischen 1,3 und 2 Millionen Revieren gehört die Feldlerche immer noch zu den häufigen Vögeln Deutschlands. Allerdings befinden sich ihre Bestände in einem deutlichen Sinkflug. Ein Drittel der Feldlerchen sind in den vergangenen 25 Jahren verschwunden. Zwischen 1990 und 2015 gab es einen Bestandsrückgang um 38 Prozent, wie offizielle Monitoringdaten des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten belegen. Aus vielen Gebieten Deutschlands ist die Feldlerche bereits völlig verschwunden.

Die Feldlerche in Niedersachsen: Dramatischer Schwund

Der einstige Allerweltsvogel wird in Niedersachsen auf der Roten Liste der Brutvögel als gefährdet eingestuft. Seit den 1970er Jahren ist ein Rückgang der Reviere um 90 Prozent, von 1,2 Mio. auf 140.000, zu verzeichnen. Die immer intensivere Landwirtschaft vertreibt die Feldlerche aus Feld und Flur. Die Bodenbrüter finden dort kaum Nistplätze und zu wenig Nahrung.

Oft brütet die Feldlerche nur noch einmal im Jahr - das hat Folgen

Die Nahrung der Feldlerche ist abhängig von den Jahreszeiten. In den kalten Monaten begnügt sie sich mit Pflanzenteilen und Sämereien. Im Frühling kommen Insekten, Regenwürmer oder andere Kleintiere dazu, die besonders für den Feldlerchen-Nachwuchs ein wichtiges Kraftfutter sind.

Die Feldlerche kann in der heutigen Agrarlandschaft wegen der schnell und dicht aufwachsenden großflächigen Intensivkulturen oft nur noch eine Brut aufziehen. Wo auf riesigen Flächen nur noch undurchdringbares Wintergetreide, Raps oder Mais wachsen, fallen die überlebenswichtigen zweiten und dritten Bruten aus. Wenn die Lerchen deswegen auf die vegetationsfreien Fahrspuren im Feld ausweichen, werden sie häufig Opfer von Nesträubern oder von Maschinen überrollt. Heute fehlt meist die Auflockerung der Landschaft durch Brachen, Sommergetreide oder extensiv genutztes Grünland, wo die Vögel auch im späten Frühjahr noch brüten könnten. Hielten sich 1990 noch Brach- und Maisanbauflächen die Waage, gab es 2010 bereits zwanzig Mal mehr Maisflächen. Auch in Überwinterungsgebieten des Zugvogels haben sich die Nahrungsbedingungen für den Zugvogel durch die Intensivierung der Landwirtschaft und durch Pestizide weiter verschlechtert.

Der Feldlerche hilft dann auch ihre perfekte Tarnung nicht mehr. Mit nur 16 bis 18 Zentimetern Körperlänge und der beige bis rötlich-braunen Gefiederfärbung an der Oberseite ist sie im Stoppelfeld gut getarnt. Ihr einziger Schmuck besteht aus feinen, schwarzbraunen Längsstreifen und Strichen am Oberkopf und einer kleine Federhaube.

Unsere Ohren nehmen Feldlerchen eher wahr als die Augen. Die Männchen singen meist im Flug aus einer Höhe von 50 bis 200 Metern, wo sie mit bloßem Auge kaum mehr zu erkennen sind. Ihr scheinbar endlos tirilierender Gesang bildet die traditionelle Klangkulisse unserer Agrarlandschaft. War es früher oft unmöglich, aus diesem Geräuschteppich einen einzelnen Vogel herauszuhören, ist es heute eine Freude, überhaupt eine Lerche zu hören. In manchen Gegenden ist der Himmel über den Feldern sogar bereits stumm.


 

Alle unsere Veranstaltungstermine sind rechts unter Veranstaltungen 2018 zu finden. Der jährliche Rundbrief, ebenfalls mit allen Terminen, wird in Kürze zusammen mit dem Veranstaltungskalender des NABU Ostfriesland per Post zugesandt. 

Die Veranstaltungen der anderen ostfriesischen NABU-Gruppen sind unter NABU-Ostfriesland zu finden.

 


Blick vom "Jägerdamm" in Verlängerung der Norderwieke auf erfolgreich wiedervernässten Flächen  (Foto: Dieter Wensel)
Blick vom "Jägerdamm" in Verlängerung der Norderwieke auf erfolgreich wiedervernässten Flächen (Foto: Dieter Wensel)
Abendstimmung im LSG "Am Ottermeer" in Wiesmoor (Foto: Helmut Hanssen)
Abendstimmung im LSG "Am Ottermeer" in Wiesmoor (Foto: Helmut Hanssen)

 



Aktuelle Fotos:

Unser Mitglied Manfred Helmerichs, von dem in unregelmäßigen Abständen in unserer Bildergalerie schöne Fotos vorgestellt werden, hatte mal wieder am 8.3.2019 besonderes Fotoglück gehabt, welches wir unseren Homepagebesuchern nicht vorenthalten möchten.

Hermelin (=  Wiesel) noch im Winterkleid im Holter Hammrich


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