Aktuelle Nachrichten

03.09.2019                                                                      Aus Nachlass Spektiv zu verkaufen                        siehe: wir verkaufen oder verschenken


Erstes offizielles Treffen mit der Gemeinde Großefehn

Heute am 30.08.2019 fand das erste offizielle Treffen zwischen Vertretern der Gemeinde (  Olaf Meinen als Bürgermeister, Erwin Adams als stellvertr. Bürgermeister ) und Vertretern des NABU-Wiesmoor-Großefehn ( Helmut Hanssen als Vorsitzender, Sandra Schmitt-Kötter als stellvertr. Vorsitzende ) statt.

In einer jederzeit von beiden Seiten harmonisch und ergebnisoffen geführten Gesprächsrunde

wurden zu anstehenden Themen Argumente ausgetauscht und Anregungen und Lösungsvorschläge erarbeitet.

Das dabei nicht in allen Fragen völlige Übereinstimmung erreicht wurde, war beiden Seiten im Vorfeld durchaus klar.  In einigen Punkten wurde deshalb gemeinsam um vertretbare Kompromisse gerungen und auch meistens erreicht.

 

Von unserer Seite wurden u.a. folgende Themenbereiche angesprochen:

 

1. Terminanpassung  für die nach unserer Auffassung zu frühe Mahd der Üferboschungen/Berme

2. Ausgleichsflächen der Gemeinde und ihre naturförderliche  Entwicklung

3. Unterstützung des Bauhofes für gezielte Einzelmaßnahmen des NABU ( z.B. Anbringen von Nist-
     möglichkeiten in großen Höhen )

4. Gemeinsame Aufklärungsarbeit /Öffentlichkeitsarbeit für einen verbesserten Naturschutz in der

     Gemeinde.

5. Beteiligung des NABU an Ferienpassaktionen und gemeinsame Schulprojekte auf dem Gebiete
     des Umwelt- und Naturschutzes.

 

Nach Abschluss des Gespräches wurde einvernehmlich beschlossen, den Austausch in gewissen zeitlich Abständen fortzuführen.

 

 

 


Neue Sammelstation für gebrauchte Handys und Korken in Wiesmoor am 30.08.2019 eingerichtet.

Was lange währt....................

 

Gebrauchte Handys liegen nach offiziellen Umfragen noch in fast jedem Haushalt in irgendeiner  Schublade und warten auf ihre Entsorgung.

Handys enthalten viele  wertvolle Metalle und sind deshalb ganz besonders für das Recycling geeignet.

In diesem Falle unterstützt der Spender zusätzlich auch noch den NABU mit einer kleinen Spende.

Wir erhalten von der verwertenden Industrie pro eingesandtes Handy einen EURO.

 

Ähnlich ist es mit der Sammlung von Korken aus dem Naturprodukt Kork.

Bei dieser Aktion stehen außer dem Recycling auch noch andere Aspekte im Vordergrund.

Sollte Naturkork nicht mehr genutzt werden, droht eine ganze Region mit der dazugehörigen einmaligen Naturlandschaft zu verschwinden.

Kork wird noch in Handarbeit gewonnen und viele Menschen leben vom Schälen und Verarbeiten des Naturproduktes (z.B. in Portugal).

Die deutschlandweit gesammelten Korben werden gemahlen und zu Dämmmaterial oder Fußbodenbelag verarbeitet.

Das Internet bietet viele Informationen dazu.

 

Handys und Korken können  in  Conny`s Bioladen ( gegenüber vom Kaufhaus Behrends ) abgeben werden.

 


                                                                                                                                                24.08.2019

 

Mit  41 ! Anwesenden  zum ersten NABU-Treff ( s.u. ) kamen erfreulicherweise deutlich mehr Interessierte als wir im Vorfeld erwartet hatten.

Vielleicht auch ein Indiz dafür, dass Belange des Naturschutzes  in der Bevölkerung mehr und mehr beachtet  werden.

Anhand von vielen Fotos und zwei kleinen Video-Clips ist es uns offensichtlich gelungen, die Teilnehmer von unseren Aktivitäten zu überzeugen und um Mitarbeit in jeglicher Form zu werben.

Im Anschluss an den kleinen Vortrag wurde rege diskutiert.

Mehr Mitglieder - mehr Einfluss - mehr Erfolge  für den Naturschutz in Wiesmoor/Großefehn war dabei auch ein Appell  an die  Teilnehmer.

Es wurde aber auch noch einmal ausdrücklich betont, dass alle Aktivitäten der Ortsgruppe ( z.B. Exkursionen ) auch für Nichtmitglieder angeboten werden.

Wir werden  Veranstaltungen in dieser Form sicherlich in gewissen zeitlichen Abständen wiederholen.

Anregungen und Themenvorschläge können gerne jederzeit z.B. per Mail  an die Ortsgruppe gerichtet werden.

 

 

 

 

 

 

 


Unsere nächste Exkursion



Aktuelle Fotos:

Unser Mitglied Manfred Helmerichs, von dem in unserer Bildergalerie schöne Fotos vorgestellt werden, hatte in der letzten Zeit wieder besonderes Fotoglück gehabt. Dieses Mal erwischte er Eisvögel an den Gewässern beim Landschaftspark in Wiesmoor, wo regelmäßig durchwandernde Eisvögel beobachtet werden, hier aber (noch) nicht brüten.


04.04.2019

Ein weiteres Projekt konnten jetzt erfolgreich zum Abschluss gebracht werden.

s. Projekte  -   Landschaftspflege - Neuer Damm

                     


04.04.2019

Die Exkursionstermine/ziele der Libellengruppe Ostfriesland stehen fest.

s. Libellengruppe Ostfriesland


Ein neuer Trend ?

Unser aktives Mitglied Alfred Christochowitz

hatte ein Problem:

Bis bei den Fahrradtouren das Spektiv in Stellung gebracht war, hatten sich häufig die Vögel schon aus dem Staub gemacht.

Seine Idee:

Ich  befestige mein Spektiv einfach auf dem Fahrrad fest.

Wir wünschen viele schöne Fahrradtouren mit tollen Beobachtungen.

19.03.2019

Kurioses auf dem Golfplatz Wiesmoor

Foto: Helmut Hanssen
Foto: Helmut Hanssen

Nicht schlecht staunten die Natürschützer bei der jährlichen Reinigungsaktion von Nistkästen auf dem Golfplatz Wiesmoor.

Bekanntlich betreut der NABU Wiesmoor-Großefehn dort ca. 200 Starenkästen.

Grund:  Die Tipula-Larve ( Wiesenschnake oder im Volksmund auch "Amel" genannt) frisst die Wurzeln der Gräser und zerstört somit großflächig  den grünen Rasen.

Lange Zeit wurde das nur mit massivem Einsatz von Gift bekämpft. Gesetzliche Vorgaben und das Bemühen der Golfer um verbesserten Naturschutz ließen den Plan reifen, auf sämtliche Spritzmittel zu verzichten.

Da Stare als natürliche "Fressfeinde" bekannt sind, bauten Schüler der KGS Wiesmoor in einem Schulprojekt für den NABU eine große Anzahl von Nistkästen. Diese vom Golfklub finanzierten Kästen wurden von Mitgliedern des NABU angebracht und werden seitdem auch vom NABU betreut.

Das Experiment gelang offensichtlch, viele Stare brüten in den Kästen und der Befall von Tipula wurde massiv zurückgedrängt.

 

Als bei der Reinigungsaktion ein Mitglied einen der besagten Kasten öffnete, staunte er nicht schlecht. Auf dem Boden des Nistkastens lagen 10 Golfbälle. Darauf hatten Hornissen ein Nest gebaut. Dass Hornissen und Wespen diese Kästen nutzen, ist bekannt und wird gerne toleriert.

Aber woher kamen die 10 Golfbälle, zumal diese  ja auch einen gewissen Wert dastellen?

Sollte sich da heimlich ein "Golfspecht" auf dem Wiesmoorer Golfplatz angesiedelt haben?

Der dort heimische Grünspecht war zwar regelmäßig mit seinen Rufen zu hören, kommt aber nicht in Frage.

Wir bleiben am ( Golf )- Ball.

17.03.2019

 

 

 


Der erste Arbeitseinsatz am 19.01.2019 fand bei schönstem Winterwetter statt.

 

Eine große Gruppe Helfer/innen hatte sich am Morgen bei noch frostigen Temperaturen zum ersten Arbeitseinsatz 2019  eingefunden. Während ein Teil der Gruppe die restlichen Büsche auf dem Wall an der Ottermeerstraße entfernten fingen 2 Mitglieder damit an, die aufgekommenen kleinen Sträucher/Birken im Kerngebiet des LSG Ottermeer zu mähen. Diese Arbeiten sind großflächig nur mit  Motorsensen zu bewältigen und regelmäßig erforderlich. Während die Aufräumarbeiten im Bereich des Walles damit erledigt sind, werden die Mäharbeiten in diesem Winter noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen.

Der nächste Arbeitseinsatz ist für den 9. Februar angesetzt und beginnt um 9:00 Uhr am Ende der Norderwieke.

Interessierte Mithelfer/innen ( Kinder/Erwachsene ) sind immer willkommen und benötigen keinerlei Vorkenntnisse.

Beim nächsten Mal sollen auf einer Hochmoorfläche kleine Bäumchen und Sträucher mit Astscheren  abgeschnitten und an dafür vorgesehene Stellen abgelegt werden.

Auf viele negative Einflüsse in der weltweiten Natur haben wir keinen Einfluss.

Unsere heimische Natur zuberhalten und damit Lebensgrundlagen für seltene Tiere und Pflanzen zu sichern, ist aber möglich.

Dieser Aufgabe haben wir uns gestellt.

Helfen Sie uns dabei mit!

 


Aktuelle Hinweise:

Arbeitseinsätze im Landschaftsschutzgebiet "Am Ottermeer":

In der Zeit vom 01.03. bis 30.09. sind "Pflegearbeiten" in der freien Natur laut Naturschutzgesetz nicht erlaubt.

Deshalb finden unsere "Entkusselungen" nur im Winter bzw. im Herbst statt, bzw. erst wieder nach der "Weihnachtspause" im neuen Jahr 2019:

- Sa. 12.01.2019, wird wegen der aktuellen Wetterlage auf Sa. 19.01.2019 verschoben

- Sa. 09.02.2019

- Sa. 16.02.2019

sowie dann wieder am

 - Sa. 26.10.2019 und am

 - Sa. 16.11.2019             

         

Treffpunkt: LSG  beim Aussichtsturm oder am Ende des Norderwieke

 

unter dem Motto: „Fit durch Naturschutz“

(jeweils 09.00 – 12.00 Uhr)     

(Bei schlechtem Wetter verschieben sich die Termine um eine Woche!!!)

 

Bitte Stiefel, Arbeitshandschuhe, Astschere o.ä. und gute Laune mitbringen.

Für Getränke und Kekse sorgen wir.

Wir informieren auch gerne vor Ort über unsere Arbeit.

 

Helfer sind herzlich willkommen!

 

 

Arbeiten mit der Motorsense.

 

Blick vom "Jägerdamm" in Verlängerung der Norderwieke auf erfolgreich wiedervernässten Flächen  (Foto: Dieter Wensel)
Blick vom "Jägerdamm" in Verlängerung der Norderwieke auf erfolgreich wiedervernässten Flächen (Foto: Dieter Wensel)
Abendstimmung im LSG "Am Ottermeer" in Wiesmoor (Foto: Helmut Hanssen)
Abendstimmung im LSG "Am Ottermeer" in Wiesmoor (Foto: Helmut Hanssen)

 


Schwarze Heidelibelle: Libelle des Jahres 2019

Siehe  bei: Libellengruppe Ostfriesland


Endlich ist nun auch die Seite "Libellen Arbeitsgruppe Ostfriesland" mit Leben gefüllt.

Dort wird in unregelmäßigen Abständen über Neuigkeiten berichtet und möglichst alle heimischen Libellenarten werden auch mit einem Foto vorgestellt.

Des Weiteren können Sie dort auch die aktuellen Exkursionsziele erfahren.

Teilnahme an Exkursionen sind nach Anmeldung überwiegend möglich, weil einige Gebiete nur mit vorheriger Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörden betreten werden dürfen.


Die Feldlerche ist Vogel des Jahres 2019

 

 

Feldlerche (Alauda arvensis) Foto: Manfred Helmerichs, Wiesmoor

Ein Drittel der Feldlerchenpopulation ist bereits verschwunden

Der NABU und sein bayerischer Partner LBV, Landesbund für Vogelschutz, haben die Feldlerche (Alauda arvensis) zum „Vogel des Jahres 2019“ gewählt. Mit der Auswahl verbinden die Verbände die Forderung nach einer grundlegenden Änderung der europäischen Agrarpolitik. Auf den Star, Vogel des Jahres 2018, folgt ein weiterer Vogel der Agrarlandschaft.

Die Probleme der Feldlerche betreffen auch Arten wie Rebhuhn oder Kiebitz

Die Feldlerche steht als Jahresvogel auch stellvertretend für andere Feldvögel wie Kiebitz und Rebhuhn, denen es zum Teil sogar noch schlechter geht. Die immer intensivere Landwirtschaft ist zum Hauptgrund für das Artensterben in Europa geworden. NABU und LBV fordern deshalb für die derzeit laufenden Verhandlungen über die künftige EU-Agrarpolitik ein radikales Umsteuern. Derzeit fließen jährlich 58 Milliarden Euro Agrarsubventionen überwiegend als pauschale Flächenprämien an Landwirte. Das sind 114 Euro pro EU-Bürger. Diese Gelder müssen künftig statt in Massenproduktion gezielt für eine naturverträgliche Landwirtschaft investiert werden, um Arten wie die Feldlerche zu retten. Bisher haben sich jedoch weder die Bundeskanzlerin noch ihre Agrarministerin Julia Klöckner am Verhandlungstisch in Brüssel klar dazu bekannt. Die Feldlerche – und mit ihr unsere ländlichen Lebensräume mit ihrer ganzen Artenvielfalt – haben jedoch nur eine Chance, wenn die Bundesregierung auf EU-Ebene die Weichen der Agrarpolitik richtig stellt.

Mit zwischen 1,3 und 2 Millionen Revieren gehört die Feldlerche immer noch zu den häufigen Vögeln Deutschlands. Allerdings befinden sich ihre Bestände in einem deutlichen Sinkflug. Ein Drittel der Feldlerchen sind in den vergangenen 25 Jahren verschwunden. Zwischen 1990 und 2015 gab es einen Bestandsrückgang um 38 Prozent, wie offizielle Monitoringdaten des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten belegen. Aus vielen Gebieten Deutschlands ist die Feldlerche bereits völlig verschwunden.

Die Feldlerche in Niedersachsen: Dramatischer Schwund

Der einstige Allerweltsvogel wird in Niedersachsen auf der Roten Liste der Brutvögel als gefährdet eingestuft. Seit den 1970er Jahren ist ein Rückgang der Reviere um 90 Prozent, von 1,2 Mio. auf 140.000, zu verzeichnen. Die immer intensivere Landwirtschaft vertreibt die Feldlerche aus Feld und Flur. Die Bodenbrüter finden dort kaum Nistplätze und zu wenig Nahrung.

Oft brütet die Feldlerche nur noch einmal im Jahr - das hat Folgen

Die Nahrung der Feldlerche ist abhängig von den Jahreszeiten. In den kalten Monaten begnügt sie sich mit Pflanzenteilen und Sämereien. Im Frühling kommen Insekten, Regenwürmer oder andere Kleintiere dazu, die besonders für den Feldlerchen-Nachwuchs ein wichtiges Kraftfutter sind.

Die Feldlerche kann in der heutigen Agrarlandschaft wegen der schnell und dicht aufwachsenden großflächigen Intensivkulturen oft nur noch eine Brut aufziehen. Wo auf riesigen Flächen nur noch undurchdringbares Wintergetreide, Raps oder Mais wachsen, fallen die überlebenswichtigen zweiten und dritten Bruten aus. Wenn die Lerchen deswegen auf die vegetationsfreien Fahrspuren im Feld ausweichen, werden sie häufig Opfer von Nesträubern oder von Maschinen überrollt. Heute fehlt meist die Auflockerung der Landschaft durch Brachen, Sommergetreide oder extensiv genutztes Grünland, wo die Vögel auch im späten Frühjahr noch brüten könnten. Hielten sich 1990 noch Brach- und Maisanbauflächen die Waage, gab es 2010 bereits zwanzig Mal mehr Maisflächen. Auch in Überwinterungsgebieten des Zugvogels haben sich die Nahrungsbedingungen für den Zugvogel durch die Intensivierung der Landwirtschaft und durch Pestizide weiter verschlechtert.

Der Feldlerche hilft dann auch ihre perfekte Tarnung nicht mehr. Mit nur 16 bis 18 Zentimetern Körperlänge und der beige bis rötlich-braunen Gefiederfärbung an der Oberseite ist sie im Stoppelfeld gut getarnt. Ihr einziger Schmuck besteht aus feinen, schwarzbraunen Längsstreifen und Strichen am Oberkopf und einer kleine Federhaube.

Unsere Ohren nehmen Feldlerchen eher wahr als die Augen. Die Männchen singen meist im Flug aus einer Höhe von 50 bis 200 Metern, wo sie mit bloßem Auge kaum mehr zu erkennen sind. Ihr scheinbar endlos tirilierender Gesang bildet die traditionelle Klangkulisse unserer Agrarlandschaft. War es früher oft unmöglich, aus diesem Geräuschteppich einen einzelnen Vogel herauszuhören, ist es heute eine Freude, überhaupt eine Lerche zu hören. In manchen Gegenden ist der Himmel über den Feldern sogar bereits stumm.