Aktuelle Nachrichten

Schwarze Heidelibelle: Libelle des Jahres 2019

Siehe  bei: Libellengruppe Ostfriesland


Die Feldlerche ist Vogel des Jahres 2019

 

 

Feldlerche (Alauda arvensis) Foto: Manfred Helmerichs, Wiesmoor

Ein Drittel der Feldlerchenpopulation ist bereits verschwunden

Der NABU und sein bayerischer Partner LBV, Landesbund für Vogelschutz, haben die Feldlerche (Alauda arvensis) zum „Vogel des Jahres 2019“ gewählt. Mit der Auswahl verbinden die Verbände die Forderung nach einer grundlegenden Änderung der europäischen Agrarpolitik. Auf den Star, Vogel des Jahres 2018, folgt ein weiterer Vogel der Agrarlandschaft.

Die Probleme der Feldlerche betreffen auch Arten wie Rebhuhn oder Kiebitz

Die Feldlerche steht als Jahresvogel auch stellvertretend für andere Feldvögel wie Kiebitz und Rebhuhn, denen es zum Teil sogar noch schlechter geht. Die immer intensivere Landwirtschaft ist zum Hauptgrund für das Artensterben in Europa geworden. NABU und LBV fordern deshalb für die derzeit laufenden Verhandlungen über die künftige EU-Agrarpolitik ein radikales Umsteuern. Derzeit fließen jährlich 58 Milliarden Euro Agrarsubventionen überwiegend als pauschale Flächenprämien an Landwirte. Das sind 114 Euro pro EU-Bürger. Diese Gelder müssen künftig statt in Massenproduktion gezielt für eine naturverträgliche Landwirtschaft investiert werden, um Arten wie die Feldlerche zu retten. Bisher haben sich jedoch weder die Bundeskanzlerin noch ihre Agrarministerin Julia Klöckner am Verhandlungstisch in Brüssel klar dazu bekannt. Die Feldlerche – und mit ihr unsere ländlichen Lebensräume mit ihrer ganzen Artenvielfalt – haben jedoch nur eine Chance, wenn die Bundesregierung auf EU-Ebene die Weichen der Agrarpolitik richtig stellt.

Mit zwischen 1,3 und 2 Millionen Revieren gehört die Feldlerche immer noch zu den häufigen Vögeln Deutschlands. Allerdings befinden sich ihre Bestände in einem deutlichen Sinkflug. Ein Drittel der Feldlerchen sind in den vergangenen 25 Jahren verschwunden. Zwischen 1990 und 2015 gab es einen Bestandsrückgang um 38 Prozent, wie offizielle Monitoringdaten des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten belegen. Aus vielen Gebieten Deutschlands ist die Feldlerche bereits völlig verschwunden.

Die Feldlerche in Niedersachsen: Dramatischer Schwund

Der einstige Allerweltsvogel wird in Niedersachsen auf der Roten Liste der Brutvögel als gefährdet eingestuft. Seit den 1970er Jahren ist ein Rückgang der Reviere um 90 Prozent, von 1,2 Mio. auf 140.000, zu verzeichnen. Die immer intensivere Landwirtschaft vertreibt die Feldlerche aus Feld und Flur. Die Bodenbrüter finden dort kaum Nistplätze und zu wenig Nahrung.

Oft brütet die Feldlerche nur noch einmal im Jahr - das hat Folgen

Die Nahrung der Feldlerche ist abhängig von den Jahreszeiten. In den kalten Monaten begnügt sie sich mit Pflanzenteilen und Sämereien. Im Frühling kommen Insekten, Regenwürmer oder andere Kleintiere dazu, die besonders für den Feldlerchen-Nachwuchs ein wichtiges Kraftfutter sind.

Die Feldlerche kann in der heutigen Agrarlandschaft wegen der schnell und dicht aufwachsenden großflächigen Intensivkulturen oft nur noch eine Brut aufziehen. Wo auf riesigen Flächen nur noch undurchdringbares Wintergetreide, Raps oder Mais wachsen, fallen die überlebenswichtigen zweiten und dritten Bruten aus. Wenn die Lerchen deswegen auf die vegetationsfreien Fahrspuren im Feld ausweichen, werden sie häufig Opfer von Nesträubern oder von Maschinen überrollt. Heute fehlt meist die Auflockerung der Landschaft durch Brachen, Sommergetreide oder extensiv genutztes Grünland, wo die Vögel auch im späten Frühjahr noch brüten könnten. Hielten sich 1990 noch Brach- und Maisanbauflächen die Waage, gab es 2010 bereits zwanzig Mal mehr Maisflächen. Auch in Überwinterungsgebieten des Zugvogels haben sich die Nahrungsbedingungen für den Zugvogel durch die Intensivierung der Landwirtschaft und durch Pestizide weiter verschlechtert.

Der Feldlerche hilft dann auch ihre perfekte Tarnung nicht mehr. Mit nur 16 bis 18 Zentimetern Körperlänge und der beige bis rötlich-braunen Gefiederfärbung an der Oberseite ist sie im Stoppelfeld gut getarnt. Ihr einziger Schmuck besteht aus feinen, schwarzbraunen Längsstreifen und Strichen am Oberkopf und einer kleine Federhaube.

Unsere Ohren nehmen Feldlerchen eher wahr als die Augen. Die Männchen singen meist im Flug aus einer Höhe von 50 bis 200 Metern, wo sie mit bloßem Auge kaum mehr zu erkennen sind. Ihr scheinbar endlos tirilierender Gesang bildet die traditionelle Klangkulisse unserer Agrarlandschaft. War es früher oft unmöglich, aus diesem Geräuschteppich einen einzelnen Vogel herauszuhören, ist es heute eine Freude, überhaupt eine Lerche zu hören. In manchen Gegenden ist der Himmel über den Feldern sogar bereits stumm.


Aktuelle Hinweise:

 

Alle unsere Veranstaltungstermine sind rechts unter Veranstaltungen 2018 zu finden. Der jährliche Rundbrief, ebenfalls mit allen Terminen, wird in Kürze zusammen mit dem Veranstaltungskalender des NABU Ostfriesland per Post zugesandt. 

Die Veranstaltungen der anderen ostfriesischen NABU-Gruppen sind unter NABU-Ostfriesland zu finden.

 


Unsere nächsten Exkursionen:

 

 

im Jahr 2018 keine mehr!!!


Arbeitseinsätze im Landschaftsschutzgebiet "Am Ottermeer":

In der Zeit vom 01.03. bis 30.09. sind "Pflegearbeiten" in der freien Natur laut Naturschutzgesetz nicht erlaubt. Deshalb finden unsere "Entkusselungen"

nur im Winter bzw. im Herbst statt, deshalb erst wieder nach der "Weihnachtspause"

 

im neuen Jahr 2019:

- Sa. 12.01.2019, wird wegen der aktuellen Wetterlage auf Sa. 19.01.2019 verschoben

- Sa. 09.02.2019

sowie

 - Sa. 26.10.2019

 - Sa. 16.11.2019             

          

 

 

Treffpunkt: LSG  beim Aussichtsturm (s. Veranstaltungskalender)

 

unter dem Motto: „Fit durch Naturschutz“

(jeweils 09.00 – 12.00 Uhr)     

(Bei schlechtem Wetter verschieben sich die Termine um eine Woche!!!)

 

Bitte Stiefel, Arbeitshandschuhe, Astschere o.ä. und gute Laune mitbringen.

Für Getränke und Kekse sorgen wir.

Wir informieren auch gerne vor Ort über unsere Arbeit.

 

Helfer sind herzlich willkommen!

 

 

Blick vom "Jägerdamm" in Verlängerung der Norderwieke auf erfolgreich wiedervernässten Flächen  (Foto: Dieter Wensel)
Blick vom "Jägerdamm" in Verlängerung der Norderwieke auf erfolgreich wiedervernässten Flächen (Foto: Dieter Wensel)
Abendstimmung im LSG "Am Ottermeer" in Wiesmoor (Foto: Helmut Hanssen)
Abendstimmung im LSG "Am Ottermeer" in Wiesmoor (Foto: Helmut Hanssen)

 


Endlich ist nun auch die Seite "Libellen Arbeitsgruppe Ostfriesland" mit Leben gefüllt.

Dort wird in unregelmäßigen Abständen über Neuigkeiten berichtet und möglichst alle heimischen Libellenarten werden auch mit einem Foto vorgestellt.

Des Weiteren können Sie dort auch die aktuellen Exkursionsziele erfahren.

Teilnahme an Exkursionen sind nach Anmeldung überwiegend möglich, weil einige Gebiete nur mit vorheriger Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörden betreten werden dürfen.


Aktuelle Fotos:

Unser Mitglied Manfred Helmerichs, von dem in unregelmäßigen Abständen in unserer Bildergalerie schöne Fotos vorgestellt werden, hat mal wieder besonderes Fotoglück gehabt, welches wir unseren Homepagebesuchern nicht vorenthalten möchten.

Die ersten nordischen Wintergäste sind am Strand von Bensersiel angekommen


Neue Projekte:


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