Exkursionsberichte:

Exkursion am 26.05.2019

Die Exkursion in die Flummniederung hat sich bislang noch in jedem Jahr als besonders interessant und mit vielen beeindruckenden Beobachtungsmöglichkeiten gezeigt.

So war es auch in diesem Jahr wieder.

Brachvogel, Uferschnepfen, Blaukehlchen, endlich mal wieder Braunkehlchen, Rohrweihe um nur einige zu nennen.

Außergewöhnlich war auch der z.T. recht  hohe Wasserstand in den Wiesen und die durch Entfernen  etlicher  Büsche und Bäume entstandene Weitblick .

Diese Rodungsaktion ist den Wiesenvögel geschuldet. Sie mögen gerne diesen Weitblick, um rechtzeitig Feinde erblicken zu können.

Zusätzlich nimmt sie den nicht so gerne gesehenen Rabenkrähen die Möglichkeit, sich aufzubaumen um von da aus Beuteflüge zu starten.

Dieses herrliche Gebiet dürfte auch dem in der Nachbarschaft erblickten Storch gute Lebensgrundlagen  bieten.

Es besteht eine begründete Hoffnung, dass durch diese Niederung auch der Storch  im Landkreis Aurich wieder dauerhaft eine Heimat findet.

 

 

 

 

Exkursion am 7.4. 2019 ein voller Erfolg

Das Ziel der ersten Exkursion im neuen Jahr war der Polder Holter Hammrich im LK Leer.

Dieser ca. 240 ha große Entlastungspolder bietet zu jeder Jahreszeit sehr gute Beobachtungsmöglichkeiten.

Die Wetterprognosen im Vorfeld ließen hoffen. Sonne satt und angenehme Temperaturen waren angekündigt.

Entsprechend hoch waren die Erwartungen der Teilnehmer und sie wurden nicht enttäuscht.

Noch nicht einmal die Spektive  aufgebaut, schon die erste Überraschung:

In unmittelbarer Nähe der Fahrzeuge sang ein Männchen des Blaukehlchens .

Für einige die erste Begegnung mit der Vogelart. Durch den Blick in eines der Spektive wirkte es, als ob der Vogel nur wenige Meter entfernt auf der Spitze eines kleinen Busches saß.

Im Sonnenlicht war jede einzelne Feder deutlich zu erkennen.

Dabei sollte es aber nicht bleiben. Bei optimalen Bedingungen ( Sonne im Rücken ) wurden einige spektakuläre Sichtungen gemacht.

Der Teilnehmer und " Hoffotograf " des NABU Wiesmoor-Großefehn - Manfred Helmerichs- zeigt unten einige eindrucksvolle  Aufnahmen, die  ihm während der heutigen Exkursion gelangen.

Die angetroffenen Arten:

Uferschwalbe, Rauchschwalbe, Bachstelze, Amsel, Rotkehlchen, Blaukehlchen, Schwarzkehlchen,

Hausrotschwanz, Blaumeise, Kohlmeise, Fitis, Wiesenpieper, Elster, Eichelhäher, Dohle, Saatkrähe, Rabenkrähe, Star, Buchfink, Stieglitz, Rohrammer, Ringeltaube, Buntspecht, Mäusebussard, Rohrweihe, Turmfalke, Fasan, Graureiher, Weißstorch, Blässhuhn, Teichhuhn, Kiebitz, Austernfischer, Goldregenpfeifer, Uferschnepfe, Großer Brachvogel, Rotschenkel, Kampfläufer, Lachmöwe, Silbermöwen, Heringsmöwen, Haubentaucher, Höckerschwan, Graugans, Weißwangengans, Kanadagans, Brandgans, Nilgans, Pfeifente, Löffelente, Stockente, Schnatterente, Spießente, Krickente, Tafelente, Reiherente und Kormoran.

Bericht: Helmut Hanssen

 

Männchen des Blaukehlchens

 

Ein junger Kampfläufer

 

Uferschnepfe

Exkursion zum ehemaligen Militärflugplatz und Truppenübungsplatz Friedrichsfeld bei Varel am 17.06.2018

Im Jahre 2015 hielt unser Freund Klaas Hermann Diddens auf unserer Jahreshauptversammlung einen Lichtbildervortrag über das ehemalige Militärgelände Varel-Friedrichsfeld und machte uns Appetit diese "Naturoase aus zweiter Hand" auch einmal zu besuchen. Deswegen war dieses Areal das Ziel unserer letzten Exkursion vor der Sommerpause.

Unter fachkundiger Führung von Herrn Bernd Pannbacker von der BUND Kreisgruppe Friesland haben wir einen beeindruckenden Einblick in die arten- und abwechslungsreiche Vielfalt des ehemaligen Standortübungsplatzes bekommen. Das ca. 250 ha große Gelände ist nach fast hundertjähriger militärischer Nutzung seit 2007 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich und wird vom BUND seit vielen Jahren betreut. U.a. werden Teilbereiche der wertvollen Blühwiesen abwechselnd durch Absperrung mit Flatterband nach Absprache mit dem Pächter bei der Mahd für ein Jahr ausgespart.

 

Herr Pannbacker gibt erste Infos vor dem Start ins Gelände (Foto: Helmut Hanssen)

 

Durch die fortwährende, extensive Nutzung und natürlicher Sukzession hat sich eine für die nordwestdeutsche Region einzigartige Flora und Fauna entwickeln können. Eine Vielzahl verschiedenster Biotop- und Landschaftstypen prägen den in den 30er Jahren als Flugplatz genutzten, ehemaligen Panzerübungsplatz. Seltene und bedrohte Tier und Pflanzenarten in großer Anzahl ziehen immer mehr Naturliebhaber in ihren Bann. So sahen wir auf blütenreichen Wiesen Margeriten, Tausendgüldenkraut, Klappertopf, Flockenblume und Orchideen oder einen Wespenbussard beim Überflug. Außerdem beobachteten wir sehr viele Widderchen (das sind sehr hübsche kleine Schmetterlinge), teilweise bei der Paarung, und entdeckten auch ihre leeren Puppenhüllen. Den hier auch vorkommenden Großen Schillerfalter sahen wir wohl wegen des starken Windes leider nicht.