Libellengruppe Ostfriesland im NABU

 

 

Frühe Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula)  Foto: K.H. Diddens
Frühe Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula) Foto: K.H. Diddens

Meldung vom 13.09.2018

Sommerhitze 2018 macht auch den Libellen zu schaffen.

Offensichtlich wirken sich die anhaltend heißen Temperaturen auch auf die eigentlich wärmeliebenden Libellen in unserer Region aus.

Bei den diesjährig durchgeführten Exkursionen sind mit zunehmender Jahreszeit deutlich weniger Libellen anzutreffen als in den vergangenen Jahren.

Das mag in erster Linie an dem teilweise dramatischen Wasserschwund liegen.

Hinzu kommen aber offensichtlich auch die teilweise sehr hohen Temperaturen in den vergangenen Monaten.

Ähnliche Meldungen erreichen uns aus allen Teilen Deutschlands.

Vermutlich werden wir erst im nächsten Jahr sehen, wie hoch die Verluste bei einigen Arten sind.

Immerhin ist es auch das erste Jahr in der über 30 Jahre alten Geschichte der Libellengruppe Ostfriesland, in dem

Exkursionen wegen zu hoher Temperaturen nicht durchgeführt wurden.

Wir kannten bislang nur Ausfälle wegen Regen und  kalter Witterung.

Einige positive Aspekte haben die Temperaturen aber auch gehabt :

So konnte  aus dem Osten in diesem Jahr z.B. die Gefleckte Heidelibelle ( Sympetrum flaveolum ) verstärkt  in Regionen Nordwestdeutschlands einwandern.

Sollten sich derartige Sommer wiederholen, werden wir sicherlich noch etliche Arten zusätzlich in unsere Bestände aufnehmen können.

 

 

Libellenparadies im Süden der Region Aurich entdeckt.

Es gibt sie immer noch. Versteckt in der Landschaft und von beeindruckender Schönheit.

Eine spontan angesetzte Exkursion der Libellengruppe führte am 27.6. 2018 an eine Wasserfläche in der weiteren Umgebung von Holtrop.

Neben den in der Jahreszeit üblicherweise anzutreffenden Arten hofften die Teilnehmer auf das Vorkommen der Feuerlibelle ( Crocothemis erythraea ).

Ein Mitglied der Gruppe hatte im Vorjahr dort bei Kartierungen für den im nächsten Jahr erscheinenden Atlas der

Libellen in Niedersachsen und Bremen ein fliegendes Männchen identifizieren können.

Dementsprechend groß waren die Erwartungen.

Und die Teilnehmer wurden nicht enttäuscht!

Allein sieben Weibchen wurden bei der Eiablage gesichtet und ca 15 Männchen flogen über die vorhandenen Wasserflächen.

Diese sich in den letzten Jahren in Ostfriesland ausgebreitete Art scheint sich endgültig als heimische Art zu

etablieren.

Desweitere  wurden folgende Libellenarten erfasst:

 

Gemeine Becherjungfer ( Enallagma cyathigerum ), Hufeisen-Azurjungfer ( Coenagrion puella ), Zarte Rubinjungfer ( ceagrion tenellum ), Große Granatauge ( Erythromma najas ), Große Pechlibelle ( Ischnura elegans ), Gemeine Binsenjungfer ( Lestes sponsa ), Große Königslibelle ( Anax imperator ), Falkenlibelle ( Cordulia aenea ), Großer Blaupfeil ( Orthetrum cancellatum ), Gemeine Heidelibelle ( Sympetrum vulgatum ), Große Heidelibelle ( Sympe-trum striolatum ) und der Vierfleck ( Libellula quadrimaculata ).

Bei einer zusätzlichen Exkursion im August wurden von mir ( Helmut Hanssen ) zusätzlich noch die Arten Herbst-Mosaikjungfer ( Aeshna mixta ),Braune Mosaikjungfer ( Aeshna grandis ), Schwarze Heidelibelle ( Sympetrum danae ) und die Weidenjungfer (  Chalcolestes viridis ) entdeckt.

Es wurde  beschlossen, dieses besondere Areal im nächsten Jahr erneut aufzusuchen.

Helmut Hanssen

 

 

 

Ein voller Erfolg war auch die Exkursion zu den Ahlhorner Fischteichen.

Bietet sich dort doch die Möglichkeit, die bei uns in Ostfriesland nicht vorkommende Sumpf-Heidelibelle ( Sympetrum depressiusculum ) zu sehen.

 

 

 

 

 

Zierliche Moosjungfer ( Leucorrhinia caudalis)                  Foto: Detlef Kolthoff
Zierliche Moosjungfer ( Leucorrhinia caudalis) Foto: Detlef Kolthoff

Eine kleine Sensation!

Ein Mitglied der Libellengruppe ( Detlef Kolthoff ) entdeckt  eine bislang in Ostfriesland nicht nachgewiesene

Libellenart.

Eine spannende Suche stand den Teilnehmern der ersten offiziellen Exkursion ( 10. Juni 2018 ) bevor.

Wenige Tage vorher hatte Detlef Kolthoff  in Detern/Barge den Nachweis der Zierlichen Moosjungfer ( Leucorrhinia caudalis) erbracht und durch Fotos dokumentiert.

So fuhren am Morgen des 10. Juni einige Mitglieder bei mäßigem Wetter los, um diesen Neufund mit eigenen

Augen zu betrachten.

Für viele sollte es die erste Begegnung mit dieser Libellenart werden.

Die Suche gestaltete sich wegen des anfangs fehlenden Sonnenscheins recht schwierig.

Im Laufe des Vormittags erschienen mit zunehmender Sonnenstrahlung an einigen Uferabschnitten endlich auch die ersten Männchen der Zierlichen Moosjungfer.

Die Libellengruppe konnte an einem Abschnitt sogar 4  Männchen beobachten, die sich das Revier streitig machten.

Da die Libellen  immer wieder zum Ausgangspunkt ihrer Angriffe zurückkehrten, gelangen den Teilnehmern tolle Fotos.

Leider konnten keine Weibchen beobachtet werden.

Der Grund fehlender Weibchen ist nicht bekannt. Vielleicht sind mit dem stetigen warmen Wind in den letzten Monaten nur Männchen nach Westen verdriftet. Weitere Exkursionen sollen folgen.

Letztendlich wird das nächste Jahr zeigen, ob es zur Eiablage und damit zu einem Fortbestand der Population gekommen ist.

Neben diesem Erstnachweis für Ostfriesland konnten die Teilnehmer noch weitere 15 Arten bestimmen, die diese

Exkursion zu einem vollen Erfolg machten.

Es wurden folgende Arten bestimmt:

 1. Blaue Federlibelle ( Platycnemis pennipes )

 2. Gemeine Becherjungfer ( Enallagma cyathigerum )

 3. Hufeisen-Azurjungfer ( Coenagrion puella )

 4. Scharlachlibelle ( Ceriagrion tenellum )

 5. Großes Granatauge ( Erythromma najas )

 6. Große Pechlibelle ( Ischnura elegans )

 7. Großer Blaupfeil ( Orthetrum cancellatum )

 8. Gemeine Binsenjungfer ( Lestes  sponsa )

 9. Große Königslibelle ( Anax imperator )

10. Falkenlibelle ( Cordulia aenea )

11. Westliche Keiljungfer ( Gomphus pulchellus )

12. Feuerlibelle ( Crocothemis erythraea )

13. Blutrote Heidelibelle ( Sympetrum sanguineum )

14. Große Heidelibelle ( Sympetrum striolatum )

15. Vierfleck ( Libellula quadrimaculata )

16. Zierliche Moosjungfer ( Leucorrhinia caudalis )

 

Helmut Hanssen

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Meldung vom 10.05.2018

Heute erhielt ich ein tolles Foto von einem befreundeten Ostfrieslandurlauber aus aus einem Ort in der Nähe von Pforzheim. Seit vielen Jahren verbringt Werner Kögler seinen Urlaub in unserer Region und hat dabei unzählige schöne Aufnahmen von heimischen Libellen gemacht.

Sein heutiges Foto zeigt ein Paarungsrad der Mond -Azurjungfer ( Coenagrion lunulatum).

Diese in unseren Mooren früher in Massen vorkommende Libelle  findet sich heute immer seltener, obwohl die Fundorte sich offensichtlich nur unwesentlich geändert haben.

Eine Erklärung dafür könnte der Klimawandel sein.

Diese Libelle gilt als " kälteliebend " und der Klimawandel sorgt für einen messbaren Anstieg der durchschnittlichen Temperaturen auch in Ostfriesland.

Ein Indiz für diese Annahme ist die Tatsache, dass die Mond-Azurjungfer entgegen früherer Zeiten auffällig häufig  in den höheren Lagen des Harzes  zu finden ist.

Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

Foto siehe unten.

 

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Aktuelle Meldung vom 26.4.2018:

Bei einem Treffen der Libellengruppe am 24.4.2018 wurden die Exkursionstermine für das laufende Jahr festgelegt ( s.u.). Zwei Termine wurde bewusst noch freigelassen. Mit dieser Planung  soll auf spontan auftretende "Funde" reagiert werden können.

Weitere Termine werden kurzfristig innerhalb der Gruppe festgelegt.

Desweiteren wurde an dem Abend die   Whats App Gruppe  " Libellenkreis Ostfriesland"  beschlossen und eingerichtet.

Interessante Funde und Fundorte mitteilen , spontane Exkursionen verabreden und schnelle  Hilfestellung bei Bestimmungen von Libellenfotos  sind nur einige Aspekte, die zur Gründung geführt haben.

Wer Mitglied in der Gruppe werden möchte, kann sich bei mir melden.

Helmut Hanssen

 

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Sie fliegen  wieder !

 

Da es in den vergangenen Tage gelegentlich schon sehr warm war,  wurden die ersten Libellen bereits beobachtet.

Welche Libelle können wir zuerst erwarten?

Erfahrungsgemäß zeigte sich zuerst ( 21.4.2018 )  die Frühe Adonislibelle ( Pyrrhosoma nymphula ).

Aber es ist auch schon ein Massenschlupf von der Nordischen Moosjungfer ( Leucorrhinia rubicunda ) gesichtet worden.

Ab jetzt geht es sicherlich  Schlag auf Schlag.

Neben dem Vierfleck ( Libellula quadrimaculata ) sind auch weitere Vertreter der Moosjungfern zu erwarten.

Vielleicht die Große Pechlibelle ( Ischnura elegans )? und... und...und...

 

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Aktuelle Meldung vom 3.8.2017

Nachdem Mitglieder der Gruppe schon im Großraum  Strackholt erstmals ein Vorkommen von Calopteryx splendens ( Gebänderte Prachtlibelle ) nachweisen konnten, ist jetzt auch ein zweiter Fundort im Großraum Hesel bestätigt.

Dieser wird aus Schutzgründen ebenfalls nicht bekannt gegeben.

Es bleibt abzuwarten, ob diese Libelle auch weitere Bereiche unserer Heimat als festen Standort erobert.

Fotosammlung

Sofern nicht die Namen der Fotografen angegeben ist , habe ich meine eigenen Aufnahmen verwendet

Frühe Adonislibelle

Vierfleck ( Libellula quadrimaculata )

Mond-Azurjungfer ( Coenagrion lunulatum ) fotografiert von Werner Kögler.

 

Merkmale:

liegender Halbmond auf Segment 2

breite schwarze Balken auf dem Abdomen

grünliche Unterseite

Abdomen beim Weibchen oben komplett schwarz

 

Seit Urzeiten nahezu unverändert fliegen die für Menschen völlig harmlosen Insekten in allen Naturräumen unserer Landschaft. Spektakuläre Flugmanöver und wunderschöne Farbzeichnungen  setzen Beobachter immer wieder in Erstaunen.

Nicht umsonst werden Libellen als "Diamanten der Lüfte" bezeichnet. So sind Libellen z.B. in der Lage, alle vier Flügel unabhängig voneinander zu bewegen und damit sowohl in der Vorwärts- als auch in der Rückwärtsbewegung blitzartige Wendemanöver auszuführen, Fähigkeiten, von denen
z. B. Hersteller von Helikoptern nur träumen.

Wir als Libellen Arbeitsgruppe Ostfriesland möchten im Rahmen unserer Möglichkeiten zum Schutz

der Libellen in der heimischen Natur beitragen.

Schützen kann man aber bekanntlich nur, was man auch kennt !

In kleinen Schritten werde ich eine Datenbank über heimische Libellen aufbauen und mit entsprechenden Fotos aus der Region ergänzen.

Voraussetzung für Schutzmaßnahmen ist vor allem, die Vorkommen von Libellen zu erfassen und zu

dokumentieren.

Und an dieser Stelle kommen Sie ins Spiel !!!

Sie können unsere Arbeit maßgeblich unterstützen, indem Sie uns z. B. durch Fotos dokumentierte

Libellenvorkommen melden.

Auch an von Ihnen gemachten  interessanten Libellenbeobachtungen sind wir sehr interessiert.

Zu Ihren Fotos (möglichst hohe Auflösung) sollten genaue Angaben zum Fundort und Funddatum gemacht werden, damit evtl. Nachschauen möglich sind.

Libellen  zu fotografieren ist zwar nicht einfach, aber auch für Nichtprofis durchaus möglich.

Da Unterschiede zwischen den einzelnen Arten häufig sehr gering sind und es zudem manchmal

innerhalb einer Art auch noch verschiedene Farbvarianten gibt, ist beim Fotografieren vorher

zu überlegen, welche Merkmale für die richtige Bestimmung besonders wichtig sind.

 

Grundsätzlich gilt:

Versuchen Sie möglichst immer, die Libelle schräg von oben zu fotografieren und mehrere Aufnahmen von verschiedenen Positionen zu erhalten.

Entscheidend für eine gute Aufnahme ist die vorsichtige und langsame Annäherung an die Libelle.

Immerhin bestehen Komplexaugen bei Kleinlibellen aus ca. 7.000 und bei Großlibellen aus ca.

30.000 Einzelaugen mit denen sie hervorragend alle sich nähernden "Objekte" schnell erkennen.

Geeignet zum Fotografieren sind vor allem Kameras mit einem Makroobjektiv, aber auch mit anderen Kameras gelingen häufig gute  Aufnahmen.

Bedenken Sie aber bei allem Engagement folgendes:

 

                               Alle Libellen stehen unter strengem Artenschutz!!!    


                    Sie  dürfen -auch nicht für ein Foto!- verletzt oder gefangen werden.

 

Des Weiteren sollten Störungen an empfindlichen Uferbereichen unterbleiben.

Zu bedenken ist auch, dass für einige geschützte Landschaftsteile ein Betretungsverbot gilt.

Fazit: Der Schutz der Natur und damit auch der Libellen hat immer Vorrang !

Falls Sie möchten, dürfen Sie mir gerne Ihre Fotos von Libellen zum Bestimmen zusenden.

Es wird mir sicherlich nicht in allen Fällen gelingen, die richtige Bestimmung anhand von Fotos  zu machen, anderseits werde ich vielleicht aber auch interessante Hinweise auf mögliche seltene

Arten erhalten.

Falls Sie noch weitere Fragen haben oder vielleicht sogar selbst an einer Mitarbeit in unserer Gruppe interessiert sind, melden Sie sich bitte auf dieser Homepage oder rufen Sie mich gerne an:

Telefon: 04944/3943 in Wiesmoor.

Bei der Einsendung von Fotos (zunächst bitte nur aus dem Großraum Ostfriesland/Friesland) bitte unbedingt angeben, ob Sie einer evtl. Veröffentlichung auf dieser Homepage zustimmen.

Ich freue mich auf Ihre /Eure Mitarbeit

 

Helmut Hanssen

 

Die Ausrüstung:

Es ist gar nicht soviel notwendig, um Libellen in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten:

Neben gutem Schuhwerk (meistens Stiefel) sind es möglichst gedeckte Kleidungsfarben und ein spezielles Insektenfernglas, welches bis auf 0,5 m Abstand die erforderliche Vergrößerung gibt.

Eine entsprechende Kopfbedeckung und ein kleiner Wasservorrat sind immer empfehlenswert. Evtl. noch etwas für die einen stets begleitenden Mücken und schon kann`s in den frühen Morgenstunden/früher Vormittag losgehen. Nicht zu vergessen natürlich die Kamera!


Am 4. April 2017 traf sich die Libellengruppe Ostfriesland um 19:30 Uhr in Wiesmoor,

im  Café "Moor fiev" am Marktplatz.

 

An diesem Abend stellte  sich  die Arbeitsgemeinschaft Libellen in Niedersachsen und Bremen vor.

Diese AG Libellen hat sich im Sommer 2013 mit dem Ziel gegründet,  einen Atlas der Libellen für diese beiden Bundesländer zu erarbeiten.

Es soll ein anspruchsvoller Atlas erstellt werden, der über das Zeigen von Verbreitungskarten weit hinausgeht und fundierte, gut bebilderte Texte für jede Art enthält.

An diesem ambitionierten Projekt möchte sich die Libellengruppe Ostfriesland im Rahmen ihrer Möglichkeiten beteiligen.

Wer gerne Exkursionen in die Natur unternimmt und vielleicht auch noch Libellen fotografiert, ist  herzlich eingeladen.

Da einige Exkursionen in ausgewiesene  Schutzgebiete führen, sind diese nur für einen stark eingeschränkten Teilnehmerkreis vorgesehen.

 

Um Anmeldung unter der Tel.-Nr.:  04944/3943 wird deshalb gebeten.

 


Einige Termine/Exkursionen 2018 wurden am 24.4.2018 festgelegt.

Libellengruppe Ostfriesland

Folgende Exkursionen sind geplant

 

Am 10. Juni 2018                                        Detern/Barge

         Am  24.Juni 2018                                         Holtrop

        Am  08.Juli 2018                                            Ziel noch nicht festgelegt

         Am  29.Juli 2018                                           Forst Upjever

        Am  26. August 2018                                    Ahlhorner Fischteiche

        Am  16. September 2018                           Ziel noch nicht festgelegt

 

Weitere Exkursionen werden kurzfristig und nach den örtlichen Gegebenheiten durchgeführt.

 


Exkursion am 13.08.2017 in den Wittmunder Wald

Bei sonnigem Wetter konnten wir zwei völlig verschiedene Biotope (mooriger Sumpfwald mit verschiedenen Wasserflächen sowie ehemalige und inzwischen mit entsprechender Vegetation umgebende Sandabbaustellen  mit klarem Wasser und flachen Uferbereichen) bestaunen.
In diesem Wald sind moorige Feuchtgebiete als Ausgleichsmaßnahme für den Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven angelegt worden. In einem anderen Teil liegen alte ehemalige Sandabbauteiche, die sich zu interessanten Biotopen entwickelt haben. Wir konnten z.B.  alle hier vorkommenden 4 Lestes-Arten ( sponsa, dryas, viridis und virens ) in voller Ausfärbung auf wesentliche Merkmale hin untersuchen. Insgesamt 19 Arten haben wir gefunden.


Folgende Libellen konnten wir bestimmen:


1. Gemeine Becherjungfer
2. Hufeisen-Azurjungfer
3. Zarte Rubinjungfer
4. Kleines Granatauge
5. Große Pechlibelle
6. Gemeine Binsenjungfer
7. Glänzende Binsenjungfer
8. Kleine Binsenjungfer
9. Weidenjungfer
10. Große Königslibelle
11. Blaugrüne Mosaikjungfer
12. Braune Mosaikjungfer
13. Falkenlibelle
14. Glänzende Smaragdlibelle
15. Großer Blaupfeil
16. Blutrote Heidelibelle
17. Gemeine Heidelibelle
18. Schwarze Heidelibelle
19. Vierfleck.

 

Bericht: Helmut Hanssen

 

Blutrote Heidelibelle (Archivfoto: M. Helmerichs)
Blutrote Heidelibelle (Archivfoto: M. Helmerichs)

Exkursion am 09.07.2017 im NSG „Wiesmoor-Klinge“

 

Wir haben insgesamt 13 Libellenarten gefunden, obwohl die typischen Herbstlibellen (Aeshniden/Heidelibellen) noch gar nicht flogen.

 

Die Arten Frühe Adonislibelle, Hufeisen-Azurjungfer und Fledermaus-Azurjungfer haben offensichtlich ihren Schlüpfhöhepunkt inzwischen überschritten. Sie ließen sich nur noch nach intensiver Suche in den Randbereichen des Moorgebietes feststellen.

 

Es wurden bestimmt:

 

1. Gemeine Binsenjungfer
2. Westliche Weidenjungfer (recht früh!)
3. Große Pechlibelle
4. Gemeine Becherjungfer
5. Fledermaus-Azurjungfer
6. Frühe Adonislibelle
7. Zarte Rubinjungfer (= Späte Adonislibelle)
8. Blaugrüne Mosaikjungfer
9. Große Königslibelle
10. Vierfleck
11. Großer Blaupfeil
12. Schwarze Heidelibelle
13. Braune Mosaikjungfer

 

 

 

Ein toller „Beifang“ war die wunderschöne Raupe vom „Kleinen Nachtpfauenauge“.

 

 

Bericht: Helmut Hanssen

 

 

Kleines Nachtpfauenauge, juv.  (Foto: D. Wensel)
Kleines Nachtpfauenauge, juv. (Foto: D. Wensel)

Obgleich es mittlerweile unzählige Literatur über Libellen gibt, möchte ich an dieser Stelle vier Empfehlungen geben, auf die ich als "versierter Anfänger"  immer wieder gerne zurückgreife.

  1. Libellen in Norddeutschland  -- Herausgeber NABU
    - der Geländeschlüssel - mit DVD
    ISBN 978-3-9810793-6-4
  2. Libellen Handbuch  -- Dirk Pape-Lange
    Tolle Fotos - handlich für unterwegs
    ISBN 978-3-00-046175-0
  3. Libellen DJN  --Lehmann/Nüß
    Bestimmungsschlüssel
    DJN
    Geiststraße 2
    37073 Göttingen
  4. Libellen Europas --- Douwe/Dijkstra
    Der Bestimmungsführer
    ISBN 978-3-258-07810-6

Welche Libellen gibt es bei uns ?

Von den bislang in Deutschland nachgewiesenen 81 Libellenarten (Die Libellen Nordrhein-Westfalens 2017) sind in unseren Breiten 76 Arten anzutreffen.

Klimaveränderungen z. B. haben in den letzten Jahren einige Veränderungen hinsichtlich der Artenvielfalt bewirkt, so dass auch in den kommenden Jahren immer wieder mal mit neuen Mitbewohnern gerechnet werden kann.

Spannend bleibt die Libellenkunde also auf jeden Fall.

In beliebiger Reihenfolge werden demnächst hier einige der heimischen Arten vorgestellt, die sich in Klein- und Großlibellen aufteilen. Vielleicht ist ja auch Ihr Foto dabei?