Liebe Mitglieder und Freunde der NABU-Gruppe Wiesmoor/Großefehn!

 

Ich wünsche Ihnen (euch) und Ihren (euren) Familien zu Beginn dieses gerade begonnenen neuen Jahres alles Gute, Glück, vor allem aber Gesundheit und viel Spaß und schöne Beobachtungen in der Natur! Besonders begrüßen möchte ich wieder die neuen Mitglieder und lade sie zu einer regen Teilnahme an unseren Veranstaltungen ein.

 

Einige Gedanken, die mir, angestoßen durch verschiedene Veröffentlichungen, in den vergangenen Wochen gekommen sind, möchte ich hier zu Papier bringen und damit vielleicht zur Diskussion anregen.

 

Die USA wird von einem Präsidenten regiert, der Umweltauflagen am liebsten ganz abschaffen würde und auf Kohle und Erdöl setzt. Bei uns ist es zwar (noch) nicht ganz so schlimm, der Braunkohleabbau aber geht munter weiter und zerstört ganze Dörfer und wertvolle Naturräume. Der Ausstieg wird noch Jahre dauern.

   In einer Umfrage Anfang 2013 gaben 35 % der Befragten an, Umwelt- und Klimaschutz sei das wichtigste Problem der Gegenwart. Auch 2017 sind 94 % der Deutschen überzeugt, dass Umweltschutz ihre Lebensqualität entscheidend verbessert. Leider sieht die Realität aber so aus: Umwelt schützen ja, aber machen sollen es bitte andere. Den meisten ist die Natur egal. In Zeiten von Terror, Syrien-Krieg, Brexit und Flüchtlingskrise sind für sie andere Dinge wichtiger. Von den etablierten Parteien hört man viel, aber kaum etwas zur Umwelt und dem Zustand der Natur. Nur die Grünen scheinen sich wieder auf ihre Wurzeln besinnen zu wollen und fordern eine umweltschonende Wirtschaft. Jeder Hund und jede Katze in Deutschland hat es noch aber immer noch besser als Mastschweine, Turbomast-Puten oder Wildtiere wie  Kiebitz, Feldlerche und unsere Schwalben. Wenn Großteile der Bevölkerung überhaupt noch Notiz von Wildtieren nehmen, sind es Saatkrähen oder Wildschweine in den Städten, die als „Plage“ gelten oder die für Aufregung sorgenden Wölfe, denen noch immer mit Vorurteilen und Angst begegnet wird.  Diese Wildtiere sollen möglichst vertrieben, beseitigt oder gar getötet werden.

   Der Natur-, Arten- und Umweltschutz darf heute nach Meinung vieler Menschen nur noch so weit gehen, bis dessen Ausführung sie nicht stört, ihre Geldbeutel nicht belastet, alle weiterhin überall hindürfen, selbst mitten in Schutzgebiete, dort das Jagd- und Angelrecht uneingeschränkt bleibt und man Geld verdienen kann – und sei es auch umwelt-, arten- und naturschutzfeindlich.

   Glücklicherweise gibt es aber immer noch viele Menschen, die sich nicht nur sorgen, sondern wie wir aktiv etwas tun. Sie befreien wertvolle Biotope wie z.B. Moore vor dem Zuwachsen mit Büschen und Bäumen, erhalten alte Streuobstwiesen als Heimat vieler gefährdeter Arten, bauen Krötenzäune, protestieren gegen Massentierhaltung und gegen artenvernichtende und möglicherweise krebsverursachende sogenannte Pflanzenschutzmittel, wie z.B. Glyphosat, und sorgen sich um tierische und pflanzliche Seltenheiten ebenso wie um Kohlmeisen im Nistkasten im heimischen Garten oder wie wir um den Vogel des Jahres mit ca. 200 Starenkästen auf dem Wiesmoorer Golfplatz. Jede und jeder kann etwas tun, aber in der Gruppe ist es effektiver und macht mehr Spaß.

 

An dieser Stelle möchte ich die vielen passiven und vor allem jüngeren Mitglieder unserer NABU-Gruppe ermuntern, mal in sich zu gehen und zu überlegen, ob sie sich nicht vielleicht etwas aktiver in unsere Naturschutzarbeit einbringen möchten. Unsere Gruppe wurde vor mehr als 35 Jahren gegründet. Seit der Gründung im Jahre 1982 ist derselbe Vorstand im Amt und wurde alle vier Jahre wiedergewählt, weil sich niemand anderes zu Wahl stellen wollte. Im nächsten Jahr 2019 sind turnusgemäß wieder Vorstandwahlen auf der Tagesordnung. Ich werde mich nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung stellen und, wie mir die übrigen Vorstandmitglieder signalisiert haben, sie auch nicht mehr. Irgendwann ist genug und „frischer Wind“ würde der Arbeit in unserer Naturschutzgruppe bestimmt gut tun. Das bedeutet allerdings, wenn sich wieder niemand von den Anwesenden zur Wahl stellen will, muss die eigenständige NABU-Gruppe Wiesmoor-Großefehn mit allen daraus folgenden, vor allem finanziellen Konsequenzen aufgelöst werden. Die Mitglieder werden dem Regionalverband Ostfriesland zugeordnet und die bisher erfolgreiche Arbeit vor Ort würde darunter leiden. Bis dahin (Anfang März 2019) ist noch lange hin und ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich doch noch ein neuer Vorstand findet. Meine und unsere Hilfe in der Anfangszeit seien ihm hier schon zugesichert.

 

 

Der Star ist Vogel des Jahres 2018

 

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner LBV, Landesbund für Vogelschutz, haben den Star (Sturnus vulgaris) zum „Vogel des Jahres 2018“ gewählt. Er wird aktuell sowohl auf der Roten Liste Deutschlands wie auch in Niedersachsen als „gefährdet“ geführt. Auf den Waldkauz, Vogel des Jahres 2017, folgt damit ein Singvogel.

 

In Niedersachsen wird der Gesamtbestand der Stare auf knapp 420.000 Reviere geschätzt. Dies sind etwa zehn Prozent des gesamtdeutschen Starenbestandes. Durch den Lebensraumverlust erleiden auch in Niedersachsen die Stare einen steten Rückgang. Zwischen 1989 bis 2010 wurde eine gleichmäßige Abnahme um knapp fünf Prozent festgestellt. Wenn auch der Star in Niedersachsen in vielen Parks und Grünanlagen, auf Plätzen und Straßen noch zu sehen und zu hören ist, so nehmen seine Bestände doch ab. Es fehlt an Lebensräumen, Brutmöglichkeiten und Nahrung, insbesondere verursacht durch die industrielle Landwirtschaft mit dem damit verbundenem Verlust und die intensive Nutzung von Weiden, Wiesen und Feldern, auf denen der Star nicht mehr genug Würmer und Insekten zum Fressen findet. Werden Nutztiere nur im Stall gehalten, fehlt der Mist, der Insekten anlockt. Pestizide und Agrochemikalien vernichten zudem weitere Nahrungstiere. Beerentragende Hecken zwischen den Feldern sucht man vielerorts ebenfalls vergebens. Geeignete Nistplätze fehlen dort, wo alte Bäume mit Bruthöhlen entfernt werden. Angepasst hat sich der Star daher an die Stadt: Der urbane Geselle nutzt Nistkästen oder Hohlräume an Dächern und Fassaden zum Nestbau. Parkanlagen, Friedhöfe und Kleingärten liefern ihm Nahrung. Doch auch dort droht ihm Lebensraumverlust durch Bauvorhaben, Sanierungen oder Verkehrssicherungsmaßnahmen.

 

 

 

Alle Fotos von unserem aktiven Mitglied Manfred Helmerichs

 

Unsere auf der letzten Seite zu lesende Terminplanung empfehle ich wieder an einem gut sichtbaren Ort aufzubewahren, vor allem bei den Arbeitseinsätzen im LSG „Am Ottermeer“ können wir jede helfende Hand gebrauchen. Zusätzliche Informationen finden Sie auf unserer Homepage (www.nabu-wiesmoor-grossefehn.de) und auch sonst noch einiges, was für Sie interessant sein könnte. Häufig gibt es auch noch Hinweise per Email. Wer mit in den Verteiler aufgenommen werden möchte, möge mir seine Emailadresse mitteilen!

 

Zum Schluss möchte ich besonders auf unsere jährliche Mitgliederversammlung mit dem bestimmt wieder sehr schönen Lichtbildervortrag unseres Freundes, dem bekannten Naturfotografen Klaas Hermann Diddens, hinweisen und herzlich dazu einladen. Er war im vergangenen Jahr wieder auf Texel und möchte uns seine neusten Bilder von der Insel, die wir mit einer Gruppe auch schon 2014 besucht haben, zeigen. Im Anschluss wird dann unsere Jahreshauptversammlung stattfinden.

 

 

Tagesordnung der Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 01.03.2018

 

 

Ort:             Hotel Zur Post, Wiesmoor

 

Beginn:       20.00 Uhr (öffentlicher Teil: Vortrag von K. H. Diddens: „Naturparadies Texel“)

 

danach:      Mitgliederversammlung

 

                   (An einer NABU-Mitgliedschaft interessierte Gäste sind willkommen!)

 

                   TOP 1: Kurzer Jahresrückblick des Vorsitzenden

 

                   TOP 2: Kassenbericht

 

                   TOP 3: Kassenprüfbericht

 

                   TOP 4: Entlastung

 

                   TOP 5: Wahl eines neuen Kassenprüfers

 

                   TOP 6: Verschiedenes

 

Veranstaltungen 2018

 

Nähere Einzelheiten, evtl. Änderungen oder Ergänzungen werden auf unserer Homepage (www.nabu-wiesmoor-grossefehn.de) oder per Email bekannt gemacht. Treffpunkt für Exkursionen u. ä., die bei Dauerregen oder Sturm nicht stattfinden, ist, wenn nicht anders angegeben, immer der ehemalige Schulbusbahnhof der KGS Wiesmoor am Kanal (ca. 250 m hinter dem „Torfkrug“).

 

- Sa. 13.01.2018                     „Fit durch Naturschutz“, Arbeitseinsatz im LSG Ottermeer

  (09.00 – 12.00 Uhr)              Treffpunkt: LSG am Ende der Norderwieke

 

- So. 21.01.2018                     Fahrt zum Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg (Besuch der

  (14.00 – 19.00 Uhr)                Ausstellung  „Weder See noch Land – Moor – eine verlorene Landschaft“  und der

                                                       Sonderausstellung Laubenvögel - Ein Leben auf der Bühne“ (Pkw-Fahrgemeinschaften)

                                                          Ersatztermine bei extremer Straßenglätte: So. 28.01. oder 11.02.2018

             

- Sa. 03.02.2018                     „Fit durch Naturschutz“, Arbeitseinsatz im LSG Ottermeer

 (09.00 – 12.00 Uhr)              Treffpunkt: LSG am Ende der Norderwieke

 

- Sa. 17.02.2018                     „Fit durch Naturschutz“, Arbeitseinsatz im LSG Ottermeer

  (09.00 – 12.00 Uhr)              Treffpunkt: LSG am Ende der Norderwieke

 

(Bei schlechtem Wetter verschieben sich die Arbeitstermine jeweils um eine Woche!!!)

 

- Do. 01.03.2018, 20.00 Uhr  Jahreshauptversammlung im Hotel zur Post, Wiesmoor

                                                          Klaas-Hermann Diddens zeigt uns seine neusten Bilder, nochmals zum Thema:

                                                       „Naturparadies Texel“, danach: Mitgliederversammlung mit Regularien

 

- So. 25.03.2018                     Exkursion zum Holter Hammrich (Pkw-Fahrgemeinschaften)

 (08.00 – 13.00 Uhr)                Deichwanderung und Beobachtung der ersten angekommenen Brutvögel

                                                       und der letzten noch verbliebenen Zugvögel

 

- So. 15.04.2018                      Frühwanderung durch den Hopelser Wald

 (05.30 – 09.00 Uhr)                 Wir beobachten das Erwachen des Frühlings und erinnern uns an Vogelstimmen.

                                                       Treffpunkt: Parkplatz „Forsthaus Bohnens“, Hopels

 

- So. 27.05.2018                     Wanderung durch die Flummniederung (Pkw-Fahrgemeinschaften)

 (06.00 – 11.00 Uhr)                Wir beobachten z.T. seltene Wiesenvögel und bestimmen Pflanzen.

 

- So. 17.06.2018                     Exkursion zum ehemaligen Militärflugplatz Friedrichsfeld bei Varel, der jetzt noch

 (08.00 – 13.00 Uhr)                eine Naturoase aus zweiter Hand ist (Pkw-Fahrgemeinschaften)

 

- Sommerpause -

 

- So. 12.08.2018                     Exkursion zum Kiekkasten am Dollart, zu den Pütten im Heinitzpolder und evtl.

 (09.00 – 14.00 Uhr)                noch zur Bohrinsel Dyksterhusen (Pkw-Fahrgemeinschaften)

                                                       Optional: Wir beenden die Sommerpause mit einem leckeren Fischgericht in Ditzum.

 

- Sa 29.09.2018                     NABU-Aktionswochenende „Birdwatch“:

 (14.00 – 19.00 Uhr)               Vogelzugbeobachtungen an der Nordseeküste (Pkw-Fahrgemeinschaften)

                                                      Deichwanderung von Neuharlingersiel zur Innengrodenpütte Friedrichsgroden

 

- Sa. 20.10.2018                     „Fit durch Naturschutz“, Arbeitseinsatz im LSG Ottermeer

 (09.00 – 12.00 Uhr)               Treffpunkt: LSG am Aussichtsturm

 

- Sa. 03.11.2018                     „Fit durch Naturschutz“, Arbeitseinsatz im LSG Ottermeer

 (09.00 – 12.00 Uhr)               Treffpunkt: LSG am Aussichtsturm

 

- Sa. 17.11.2018                     „Fit durch Naturschutz“, Arbeitseinsatz im LSG Ottermeer

 (09.00 – 12.00 Uhr)                Treffpunkt: LSG am Aussichtsturm

 

(Bei schlechtem Wetter verschieben sich die Arbeitstermine jeweils um eine Woche!!!)

 

Weitere Exkursionen oder Arbeitseinsätze nach Absprache. Alle Mitglieder sind eingeladen, sich aktiv an unseren Veranstaltungen zu beteiligen und ggf. Ergänzungsvorschläge zu machen.

 

Gäste sind jederzeit herzlich willkommen.

 

Mit freundlichen Grüßen

gez. Dieter Wensel, 1. Vorsitzender