Wir sind im Finale !!                                                         Noch einmal per EMail abstimmen

Unten stehend der Link zur Abstimmung:

 

 

sauber-waldpreis

 

 

 

Finale: 04. Mai bis 06. Mai 2021

Im Finale entscheidet sich dann zwischen dem 04. bis zum 06. Mai 2021 um 14 Uhr anhand der Platzierung, mit welcher Fördersumme die zwölf Finalisten unterstützt werden. Alle Finalisten starten erneut mit null Stimmen. Im Finale kann nicht mehr täglich abgestimmt werden, sondern nur noch insgesamt einmal pro E-Mail-Adresse. Die Stimmen werden nicht mehr live angezeigt sondern nach Ende des Finales manuell kontrolliert und das Endergebnis wird am 07. Mai  2021 ab 14 Uhr auf der Website freigeschaltet.


Liebe Mitglieder, Freunde und Unterstützer des NABU Wiesmoor-Großefehn,

 

nachfolgend die ungekürzte Version unseres Bewerbungsschreibens:

 

Vor nicht einmal 120 Jahren dehnten sich die unwegsamen Moorflächen um Wiesmoor noch bis zum Horizont aus und bescherten den ersten Bewohnern ein Leben voller Entbehrungen und harter Arbeit.

 

Mit der eingeleiteten Moorkultivierung und damit verbundenen stetigen Abnahme der Moorflächen haben wir es uns ab 1984 zur Aufgabe gemacht, u.a.ein ca 116 ha großes, annähernd naturnahes Gebiet im Kern der dama-ligen Gemeinde mit noch erfreulich vielen bedrohten hochmoortypischen Pflanzen- und Tierarten vor der endgültigen Zerstörung zu bewahren und langfristig zu sichern.

 

Stand in den ersten Jahren noch der Gedanke des Naturschutzes eindeutig im Vordergrund, gewann der Klimaschutz mit jedem Jahr zunehmend an Bedeutung.

 

Nachdem zunächst viele Stunden handwerkliche Arbeit erste Vernässungs-maßnahmen einleiteten,begannen zwei Mitglieder mit der Zucht einer „ vereinseigenen“ Schafherde für erste vierbeinige Unterstützung bei der Pflege der Moorflächen.

 

Die Wahl viel auf die im Bestand stark bedrohte Schafart „Weiße gehörnte Moorschnucke“ und ließ ein zusätzliches wichtiges Schutz- und Zuchtprogramm entstehen.

 

Bereits im Jahre 1994 kam der Gedanke auf, die Bedeutung und Schütz-würdigkeit der letzten Moore als Kulturgut und aus Klimaschutzgründen den nachfolgenden Generationen nahezubringen.

 

So entstand eine mittlerweile 26 Jahre lang währende Kooperation mit der KGS Wiesmoor.

 

Alle 8-te Klassen nehmen seitdem alljährig an einem dreitägigen Moor-schutzprojekt teil.

 

Neben Theorie und Untersuchungen im Labor der Schule, Torfstechen in einem nachgestellten Handtorfstich und Besichtigung des einst industri-ellen Torfabbaus im Moormuseum der Stadt ist es vor allem der aktive Arbeitseinsatz im Moor, der den Schüler/innen die Verantwortung für die Bewahrung der letzten Moore und die Bedeutung für Natur- und Klima-schutz vermittelt.

 

Seitdem haben über 3600 Schüler/innen an dem Programm teilgenommen, von denen etliche – inzwischen selbst Eltern – wiederum mit ihren Kindern bei den regelmäßig durchgeführten Arbeitseinsätzen mitmachen. Auch eine Form der Nachhaltigkeit.

 

Unter den Mitgliedern ist ein versierter Baggerfahrer, der ehrenamtlich alle Großprojekte ( Anlegen von Dämmen, Umlegen von großen Entwässerungs-gräben usw.) durchführt und damit letztendlich dazu beitragen hat, dass durch den gemeinsamen Einsatz das Moor vor der Aufwertung zu einem Naturschutzgebiet steht.

 

Viele Pflanzen- und Tierarten haben ihren Lebensraum behalten oder neu gefunden. Allein der Bestand der Moorlilie ( Narthecium ossifragum) hat sich mit einem Bestand von über 30.000 Exemplaren zu einem der größten Standorte Niedersachsens entwickelt.

 

Auch die Wiederentdeckung der im Bestand stark bedrohten Hochmoor-Mosaikjungfer (Aeshna subarctica) als typische Libellenart intakter Hochmoore zeigt den nachhaltigen Erfolg des über mehrere Jahrzehnte durchgeführten Projektes.